Axiale und radiale Lüfter

Fast alle Kühlsysteme setzen für den Abtransport der Abwärme auf den Einsatz von Lüftern (Ventilatoren), welche durch einen kontinuierlichen Luftstrom die Wärme an die umgebende Luft abgeben. Diese Methode bietet eine Vielzahl von Vorteilen und ist zudem äußerst flexibel in puncto Leistung und Lautstärke.

Diese Flexibilität beim Aufbau eines Kühlsystems wird durch die verschiedene Lüftertypen ermöglicht, welche sich zudem anhand ihrer Leistung (Volumenstrom), Laufstärke und Größe unterscheiden. Welcher Lüfter im jeweiligen Kühlsystem eingesetzt wird, sollte vorab gründlich geprüft werden, denn nur ein harmonisch aufgebautes System verspricht eine optimale Kühlung bei gleichzeitig niedriger Leistungsaufnahme und - falls nötig - einer geringen Laufstärke. In Kühlsystemen finden sich in der Regel axiale und radiale Lüfter wieder, welche verschiedene Vor- und Nachteile besitzen:

Axiale Lüfter (Axialventilator)

Dieser Lüftertyp findet seinen Einsatz in einer Vielzahl von Anwendungen, wenn ein relativ geringer Widerstand (z.B. die Lamellen eines Radiators) mit einem hohen Volumenstrom durchströmt werden soll. Die Luft wird dabei axial über die Achse des Lüftermotos angesaugt und auf der gegenüberliegenden Seite des Lüfters durch die gerade Luftführung wieder hinausbefördert.

Ein weiterer Vorteil des Axialventilators sind zudem seine sehr flexiblen Abmaße. In Kühlsystemen finden sich meist Lüfter mit einer Kantenlänge von 60 bis 240 Millimetern und einer Tiefe von 10 bis 60 Millimetern wieder, wobei dies natürlich immer vom entsprechenden Kühlprojekt abhängig ist. Im Bereich der Wasserkühlung in Computersystemen und kompakten Kühlanlagen trifft man beispielsweise sehr oft auf 120-mm-Lüfter.

Radiallüfter / RadialventilatorAxiallüfter / Axialventilator auf einem Radiator

Eigenschaften von axialen Lüftern:

  • unterschiedlichste Größen, sehr kompakte Bauformen möglich
  • sehr hohe Leistung (Volumenstrom) möglich
  • leicht regelbar, z.B. über Spannung oder PWM-Signal
  • einfacher und langlebiger Aufbau, je nach gewähltem Lüfterlager
  • günstig in der Produktion

Radiale Lüfter (Radialventilator)

Ein radialer Lüfter (Radialventilator) wird immer dann eingesetzt, wenn hohe Widerstände (z.B. Filter) überwunden werden müssen. Der Radiallüfter bietet im Vergleich zum Axiallüfter oftmals einen besseren Wirkungsgrad und auch eine geringere Lautstärke.

Der Radialventilator saugt die Luft über seine Motorachse an und transportiert diese anschließend um 90 ° versetzt wieder hinaus. Aufgrund dieser Luftumlenkung benötigen radiale Lüfter oftmals deutlich mehr Raum, was zu einem erhöhten Platzbedarf führt. Diese Lüfterform ist unter anderem von der Kühlung von Steckkarten (z.B. Grafikkarten) bekannt, wenn die Luft an der Platine entlang geführt werden soll.

Radiallüfter / RadialventilatorRadiallüfter / Radialventilator

Eigenschaften von axialen Lüftern:

  • hoher Druck, ideal für den Einsatz vor hohen Widerständen (Filter, ...)
  • höherer Platzbedarf als Axialradiatoren durch  90 ° Luftumlenkung
  • leicht regelbar, z.B. über Spannung oder PWM-Signal

 

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