Schläuche und Infos zum Einsatz
In Wasserkühlsystemen kommen verschiedene Schläuche und Anschlußsysteme zum Einsatz. Welcher ist aber nun der am besten geeignete?
Hier finden Sie eine kleine Übersicht:
Die am häufigsten verwendeten Materialien für den Schlauch sind: PUR, PE, PVC und Silikon.
Im folgenden wollen wir die einzlenen Schlauch-Typen näher beleuchten und die Vor- und Nachteile aufzeigen.
PUR und PE:
Sowohl der PUR als auch der PE-Schlauch haben bei Verwendung mit Wasserkühlungen ähnliche Eigenschaften und ein fast identisches Verhalten. Beide Schlaucharten sind sehr starr und können dadurch beim Einbau hohe Kräfte auf die Kühler wirken lassen, was u.U. Probleme bereiten kann.
Im Bild unten sieht man dieses sehr starre Verhalten. Während zum Vergleich ein PVC-Schlauch schon durch das Gewicht der Verschraubung flexibel nachgibt ist der PE-Schlauch äusserst starr und biegt sich kaum durch.
Hier ein Vergleich zwischen PE- (schwarz) und PVC- (transparent) Schlauch und ein Beispiel für den Biegeradius von PE-Schlauch. Aufgrund der relativ hohen Biege-Festigkeit ist PE und PUR-Schlauch besser zu Verlegungen ausserhalb des Gehäuses geeignet. Zum Beispiel für den Tass-O-Matic oder für den HTCS Radiator - hier ist die Steifigkeit dieser beiden Schlauchtypen von Vorteil.
Silikon:
Silokonschlauch ist äusserst flexibel, knickfest und alterungsbeständig. Optimal ? - nicht ganz ! Leider muss Silikonschlauch recht dickwandig sein, da er sehr anfällig auf Scherung (Abscheren) reagiert. Bei der Montage mit Überwurfmuttern kann das Schlauchende daher schnell abgeschert werden.
Weiterhin ist die mangelnde Diffussionsbeständigkeit ein erheblicher Hinderungsgrund beim Einsatz dieser Schlauchart. D.h. durch den Schlauch gehen erhebliche Mengen Kühlflüssigkeit verloren - das Wasser "verdunstet" durch den Schlauch.
PVC:
Der Biegeradius bei PVC ist extrem klein. Im Bild ist der etwa erreichbare Biegeradius des innovatek Spezial Schlauches zu sehen (Vergleiche oben mit dem PE-Schlauch). Selbst bei diesen engen Radien bringt der Schlauch keine Eigenkräfte auf die angeschlossenen Komponenten.
Ist dennoch der Schlauch einmal eingeknickt, ist das bei PVC kein Problem, denn der Schlauch nimmt keinen dauerhaften Schaden. Im Vergleich dazu ein PE-Schlauch: Hier hinterlässt ein Einknicken eine dauerhafte Schäden die unter Umständen das Wechseln der entsprechenden Schlauchabschnitte notwendig macht.

Anders als bei den anderen Schlaucharten kann PVC auch mit Schlauchklemmen abgesperrt werden. Somit ist die Erweiterung des Kühlsystemes ohne Ablassen möglich. Auch ein Wechsel einzelner Komponenten ist so möglich. Dabei nimmt der PVC-Schlauch, im Gegensatz zu anderen keinen Schaden. Im Bild die Klemmstelle nach dem Lösen, der PE-Schlauch ist geschädigt und sollte gewechselt werden.

Eigenschaften der Schlaucharten:
Zusammenfassend hier noch einmal die Eigenschaften der einzelnen Schlaucharten:
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PVC |
PE & PUR |
Silikon |
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sehr gut verlegbar (+) |
schlecht verlegbar (-) |
sehr gut verlegbar (+) |
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Scherfestigkeit hoch (+) |
Scherfestigkeit hoch (+) |
Scherfestigkeit gering (-) |
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Absperrbar (+) |
nicht Absperrbar (-) |
Absperrbar (+) |
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viele Farben, auch UV (+) |
einige Farben (+) |
keine Farben (-) |
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nach Knick keine Schädigung (+) |
Schädigungen nach Knick (-) |
nach Knick keine Schädigung (+) |
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diffusionsbeständig (+) |
diffusionsbeständig (+) |
nicht diffusionsbeständig (-) |
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Überträgt keine Kräfte auf die Anschlüsse und Kühler (+) |
Überträgt hohe Kräfte auf die Anschlüsse und Kühler (-) |
Überträgt keine Kräfte auf Anschlüsse und Kühler (+) |
Zusammenfassung:
Zieht man alle Eigenschaften in Betracht, so zeigt der PVC-Schlauch die beste Eignung aller üblich verfügbaren Schlaucharten. Die einfache und problemlose Verlegung sowie die flexible Verarbeitung sprechen für diesen Schlauch. Wir empfehlen daher auch bei der Auswahl PVC. Einzig in den Bereichen ausserhalb des Rechners (Stichwort: HTCS) könnte die Verwendung von PE Vorteile bringen.
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